04.10.2014

Elektronische Kontoauszüge: Wie müssen sie aufbewahrt werden?

Im Zeitalter des Onlinebankings erhalten Bankkunden ihre Kontodaten häufig nicht mehr in Form von Papierkontoauszügen, sondern nur noch in elektronischer Form, beispielsweise als Bilddatei (z.B. im TIF- oder PDF-Format) oder als maschinell auswertbare Datei (z.B. im CSV-Format).

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat mit Verfügung vom 19.05.2014 erklärt, dass die elektronisch übermittelten Kontoauszüge aufbewahrungspflichtig sind, weil sie originär digitale Dokumente darstellen. Demnach genügt es nicht, wenn der Steuerpflichtige (mit Gewinneinkünften) diese ausdruckt und anschließend die digitale Ausgangsdatei löscht. Nach der Weisung ist der Ausdruck eines elektronischen Kontoauszugs beweisrechtlich nicht den originären Papierkontoauszügen gleichgestellt, sondern stellt bloß dessen Kopie dar. Weiter ist zu beachten:

Hinweis: Die dargestellten Aufbewahrungspflichten für Kontoauszüge gelten in der Regel nicht für Privatkunden, also für Steuerpflichtige, die nicht den Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach §§ 145 ff. der Abgabenordnung unterliegen. Eine Ausnahme gilt aber für Privatkunden mit positiven Überschusseinkünften von mehr als 500.000 € pro Jahr.



Elektronische Kontoauszüge
Aufbewahrungspflicht
Bayerisches Landesamt für Steuern, Verf. v. 19.05.2014 – S 0317.1.1-3/3 St42; www.stx-premium.de
Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgfältiger Bearbeitung nicht übernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.


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